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Sport & Macht19. Juli 2026ca. 14 Min. Lesezeit

WM 2026: IShowSpeed und der Rassismus der argentinischen Fans

Drei Spiele, drei Vorfälle – der Livestream, der die Wahrheit filmte

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Darren Watkins Jr., besser bekannt als IShowSpeed, hat über 57 Millionen Abonnenten auf YouTube. Er ist 21 Jahre alt, schwarz, US-Bürger und einer der einflussreichsten Content-Creator der Welt. Bei der WM 2026 hat er ein offizielles Lied für FIFA aufgenommen und sollte bei der Abschlusszeremonie auftreten. Er ist kein Randbeobachter. Er ist ein offizieller Partner.

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Vorfall 1: Argentinien vs. Kap Verde – 3. Juli 2026, Miami

!WM 2026: IShowSpeed und der Rassismus der argentinischen Fans – Kontextbild (externer Link, öffnet in neuem Tab)

Beim Spiel Argentinien gegen Kap Verde am 3. Juli 2026 im Miami Stadium trug IShowSpeed ein kapverdisches Trikot. Während seines Livestreams kam es zu einer Konfrontation mit einer Frau in einem argentinischen Trikot, die sich über das Geländer ihrer Tribüne beugte und über 30 Sekunden lang auf ihn einschwor.

Was auf dem Stream zu hören und zu sehen war:

  • Die Frau schrie: „Go home!" und „Fuck you!"
  • Einige Medien berichteten, sie habe zudem das N-Wort verwendet.
  • Auf Spanisch sagte sie offenbar: „¡A llorar al zoológico!" – „Geh im Zoo heulen!"
  • IShowSpeed fragte sie auf seinem Stream: „What are you even saying?" und ging dann weg. Er schlug nicht zurück.

FIFA-Reaktion: Am 7. Juli 2026 gab FIFA eine offizielle Erklärung heraus: „Die FIFA wurde auf einen Vorfall aufmerksam gemacht, an dem ein Zuschauer und IShowSpeed während des Spiels zwischen Argentinien und Kap Verde am 3. Juli 2026 im Miami Stadium beteiligt gewesen sein sollen. Daraufhin leitete sie umgehend eine Untersuchung ein.“

FIFA verurteilte „Rassismus, Hass und Diskriminierung in jeglicher Form aufs Schärfste" und erklärte: Die WM sei „ein Fest der Einheit, der Vielfalt und des Respekts."

(Quellen: WELT (externer Link, öffnet in neuem Tab), BILD (externer Link, öffnet in neuem Tab), USA Today (externer Link, öffnet in neuem Tab), The Mirror (externer Link, öffnet in neuem Tab))

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Vorfall 2: Argentinien vs. Ägypten – 7. Juli 2026, Atlanta

Sieben Tage später. Achtelfinale. Mercedes-Benz Stadium, Atlanta. IShowSpeed trug ein ägyptisches Trikot und saß in der ersten Reihe hinter dem Tor.

Während des Streams passierte Folgendes:

  • Nach Argentiniens 3:2-Sieg durch Enzo Fernández in der 90+3. Minute begannen argentinische Fans, IShowSpeed zu provozieren.
  • Ein argentinischer Fan wurde auf Video gefilmt, wie er Affengestik („monkey gestures") direkt auf IShowSpeed machte – die Bewegungen gingen viral auf X/Twitter.
  • Fans riefen Beleidigungen, darunter auch die spanische homophobe Beleidigung „puto".
  • IShowSpeeds Reaktion: „What's wrong with that guy?" – er griff nicht zurück, er fragte nur.

Zusammenhang: IShowSpeed hatte zuvor Lionel Messi beim Elfmeter angeschrien, mit den Armen gefuchtelt und sogar gebellt. Messi verschoss den Elfmeter. Das Video von Speeds Reaktion ging ebenfalls viral. Es erklärt teilweise die Stimmung – aber es erklärt nicht Affengestik. Nichts erklärt Affengestik.

(Quellen: Asianet Newsable (externer Link, öffnet in neuem Tab), Yahoo Sports (externer Link, öffnet in neuem Tab), Daily Mail (externer Link, öffnet in neuem Tab), Front Office Sports (externer Link, öffnet in neuem Tab))

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Vorfall 3: Argentinien vs. England – 15. Juli 2026, Atlanta (Halbfinale)

Das Halbfinale. IShowSpeed trug ein weißes England-Trikot und saß vor einem Sektor argentinischer Fans. Was passierte, wurde auf seinem Livestream in Echtzeit übertragen:

  • Vor dem Anpfiff: Argentinische Fans warfen Gegenstände auf ihn. Speed: „Y'all just got to relax! Y'all don't have to throw stuff."
  • Nach Englands Führung (Anthony Gordon): Ein Alu-Becher traf IShowSpeed im Gesicht. Speed: „Clearly, they're mad, chat. Don't worry about that, y'all. We're not going to worry about it. We're going to worry about England, chat."
  • Nach Argentiniens Ausgleich: Fans warfen Bier und weitere Gegenstände. Sie zeigten ihm den Mittelfinger und machten obszöne Gesten.
  • Nach dem Siegtor (Lautaro Martínez): Weitere Bier und Gegenstände flogen in seine Richtung.
  • Zwei Bodyguards mussten eingreifen und ihn vor den Projektilen schützen.

Speed auf dem Stream: „Stop throwing stuff, bro! Stop throwing stuff!" und ermutigte seinen Kameramann, die Fans zu filmen.

Auf Reddit (r/LivestreamFail) reagierte die Community:

  • „Nothing funny about this. The Argentina fans have been shouting racial abuse and throwing things at him all tournament.“ – LinkLegend21
  • „It shows a lot about Speed that he is so intense energy for the camera but when things like this happen or the racism he has been receiving recently has actually been taken so calmly.“ – Pajamaetchi

(Quellen: Daily Mail (externer Link, öffnet in neuem Tab), talkSPORT (externer Link, öffnet in neuem Tab), Sportskeeda (externer Link, öffnet in neuem Tab), Dailymotion (externer Link, öffnet in neuem Tab))

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Die Chronologie – Drei Spiele, ein Muster

| Datum | Spiel | Ort | Vorfall | Speeds Reaktion | |---|---|---|---|---| | 3. Juli 2026 | Argentinien vs. Kap Verde | Miami | „Go home", „Fuck you", N-Wort (reported), „Geh im Zoo heulen" | Fragte: „What are you even saying?" – ging weg | | 7. Juli 2026 | Argentinien vs. Ägypten | Atlanta | Affengestik, „puto"-Rufe, Beleidigungen | Fragte: „What's wrong with that guy?" | | 15. Juli 2026 | Argentinien vs. England | Atlanta | Bier, Alu-Becher, Gegenstände, Bodyguards nötig | „Stop throwing stuff, bro!" – filmte die Fans |

In jedem Fall griff IShowSpeed nicht zurück. In jedem Fall blieb er ruhiger als die Situation es verlangt hätte. In keinem Fall griff Security oder Stadionpersonal ein, bevor es eskalierte.

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FIFA-Untersuchung: Was passiert ist

FIFA gab am 7. Juli 2026 eine offizielle Untersuchung zum Vorfall vom 3. Juli (Kap Verde-Spiel) bekannt. Der Vorfall vom 7. Juli (Ägypten-Spiel) fiel in denselben Untersuchungsrahmen. Der Vorfall vom 15. Juli (England-Spiel) wurde nach FIFA-Statement „als Teil dieser Untersuchung" adressiert.

Bis zur Veröffentlichung dieses Artikels gab es keine öffentlichen Sanktionen gegen argentinische Fans, keine Stadion-Sperren und keine offizielle Stellungnahme der argentinischen Fußballvereinigung (AFA).

(Quellen: USA Today (externer Link, öffnet in neuem Tab), Awful Announcing (externer Link, öffnet in neuem Tab))

!WM 2026: IShowSpeed und der Rassismus der argentinischen Fans – Abschlussbild (externer Link, öffnet in neuem Tab)

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Was die Livestreams beweisen

IShowSpeeds Streams sind nicht Sekundärberichte. Sie sind primäre Beweise – aufgezeichnet in Echtzeit, mit Ton, Bild und Reaktion. Das unterscheidet sie von fast allen früheren Rassismus-Vorwürfen im Fußball, die oft auf Zeugenaussagen und nachträglichen Rekonstruktionen beruhten.

Was die Streams zeigen:

  1. Es war nicht ein Fan. Es waren verschiedene Personen bei verschiedenen Spielen in verschiedenen Stadien.
  2. Es war nicht eine Art von Übergriff. Es war verbaler Rassismus (N-Wort, „Zoo"), visuelle Demütigung (Affengestik) und physische Aggression (Gegenstände, Bier).
  3. Es war nicht ein Spiel. Es war eine Serie über drei Spiele und 12 Tage.
  4. IShowSpeed trug immer das Trikot des Gegners. Das provozierte – aber Provokation durch ein Trikot rechtfertigt keinen Rassismus. Nicht Affengestik. Nicht das N-Wort. Nicht Bierdosen.
Die Livestreams haben dokumentiert, was sonst unsichtbar geblieben wäre. Die Frage ist nicht, ob es passierte. Die Frage ist, was FIFA, die AFA und die Stadien jetzt tun – und ob sie es beim nächsten Mal verhindern können.
Σ

Sigma

Systemanalyse, Quellenprüfung und Einordnung. Keine Auftragsarbeit. Keine institutionelle Bindung. Der #SIGMACODE verbindet biografische Erfahrung mit disziplinierter Recherche.

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